Mimi und Moppi

 

Übernehmen Sie eine Patenschaft. Werden Sie Tierpate! Werden Sie Pate für unsere Patentiere Mimi und Moppi

Die beiden lebten bei einem älteren Ehepaar mit zwei weiteren Katzen auf einer Diele unter spärlichen Lichtverhältnissen. Durch dieses isolierte Leben wurden sie sehr scheu und ängstlich. Der Kontakt zum Menschen war ebenfalls sehr eingeschränkt, Vertrauen zum Menschen … Fehlanzeige.

Im Rahmen der Haushaltsauflösung haben wir die beiden dann bei uns aufgenommen. Aber da fingen die Probleme schon an, wie sollte man die zwei in die Box bekommen? Anfassen ging ja nicht, auch nicht von den Betreuern. Also hieß es erstmal in einer Lebendfalle füttern. Solange bis sie sich daran gewöhnt hatten. Dann wurden die Fangaktionen gestartet … tja wie sollte es auch anders sein, keiner ging in die Falle – Vorsicht Pur. Es war ein hartes Geduldsspiel, aber schließlich hat es doch geklappt.

Der erste Weg ging direkt zum Tierarztcheck, Kontrolle des Allgemeinzustandes, impfen, entwurmen und entflohen. Danach ging es dann in ihr neues Refugium.

Hier trauten sie sich nur im Dunkeln aus ihren Verstecken. Gefressen wurde auch nur nachts, zu groß war die Angst! Besonders Moppi hatte massive Angst vor dem Menschen. Manchmal sahen unsere Helfer nur noch einen Blitz der in einer Höhle verschwand … na wenigsten lebte er noch.

Mit der Zeit konnte man kleine Fortschritte feststellen. Mimi ließ sich des Öfteren blicken und schaute einen mit frechem Gesicht aus der Höhle zu. Neugierig ist sie, das kann man nicht anders sagen. Moppi hat seinen Lieblingsplatz ganz oben auf dem Kratzbaum entdeckt. Und jetzt konnte man sehen warum er so heißt … er ist etwas aus den Fugen geraten. Irgendwann mal wurde aus seinem Fluchtverhalten ein „ICH STELLE MICH TOT“ Verhalten. Wenn man das Zimmer betrat blieb der arme Kerl wie versteinert auf seinem Kratzbaum liegen … er kauerte regelrecht oben drauf. Nur seine Augen bewegten sich, mit denen wurde jeder Schritt genau verfolgt. Dank unserer Helfer die sich immer wieder viel Zeit für Mimi und Moppi genommen hatten, wurden sie immer mutiger.

An eine mögliche Vermittlung hatten wir nicht mehr geglaubt, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Im Rahmen unserer Tierheimauflösung hatte sich jemand bereit erklärt die beiden aufzunehmen. Wie sich heraus stellte lag hier viel Erfahrung im Umgang mit scheuen Tieren vor. Einen besseren Platz hätten die beide nicht haben können. Dort wurde Mimi nochmal zugänglicher und mutiger. Moppi war immer noch sehr verhalten, genoss aber die Besuche auf dem Balkon … aber nur wenn kein Mensch in der Nähe war. Soweit reichte es dann doch noch nicht. Leider mussten die beiden aus Gesundheitlichen Gründen der neuen Besitzer wieder bei uns aufgenommen werden.

Man merkte schnell das beide Katzen im Umgang mit dem Menschen inzwischen einiges gelernt hatten. Ängstlich oder besser vorsichtig waren sie immer noch. Aber bei Menschen die regelmäßig die beiden besuchten, tauten sie immer weiter auf. Sie waren nicht mehr nur im Dunkeln aktiv, nein sie schauten auch morgens wer da was von ihnen wollte. Mit der Zeit fraßen sie schon während man noch im Raum stand … ein riesen Fortschritt. Man macht ja so einiges um den Katzen zu helfen. Dazu gehört auch, dass man den Miezen ein Ohr abkaut … man quatscht sie regelrecht zu. Und unser Moppi … er antwortet. Ganz leise aber er redet mit uns, welche eine Freude.

Inzwischen werden bekannte Fütterer an der Tür abgeholt. Man wartet gespannt auf die Füllung der Teller. Und wehe das geht nicht schnell genug, dann langt Mimi schon mal mit der Pfote hin. Ihre Art zu sagen „nun mach mal hinne“. Moppi drückt sich immer von einer Seite auf die andere und wartet ungeduldig das man zur Seite geht. Er ist immer sehr aufgeregt und tänzelt förmlich aber frisst, selbst wenn man sich vor ihm hinhockt. Anfassen … das üben wir noch.

Beide Katzen haben mit Struvitkristallen (Kristalle in der Blase) zu kämpfen. Sie bekommen daher spezielles Trockenfutter um die Bildung der Kristalle zu verhindern. Damit die beiden nicht einfach den Staubsauger anschalten und das Trofu inhalieren gibt es das Futter in ein Funboard. Nun sind sie mit dem Kopf und den Pfoten beschäftigt. Und das fressen dauert auch länger als eine Minute. Unser Moppi darf sehr stolz auf sich sein … er hat inzwischen ordentlich abgenommen und ist jetzt nur noch ein Mo.

Auf Grund ihrer Vorgeschichte und des Verhaltens ist eine Vermittlung nahezu unmöglich. Daher wünschen wir uns Paten, die Mimi und Moppi dabei unterstützen möchten ihren Lebensabend bei uns verbringen zu dürfen.

Pate werden: Download Patenantrag (PDF)