Kastration von Katze und Kater


Als Katzenhalter und Tierfreund sollte man einiges vom richtigen Umgang mit seinem samtpfötigen Freund wissen. Viel zu oft wird das tägliche Miteinander von Falschinformation, Vorurteilen und Unwissenheit geprägt und somit sind zukünftige Probleme vorprogrammiert.

Wir vom Katzenschutzbund wollen Ihnen in loser Folge ein wenig Fachwissen vermitteln, was Katzen lieben und was sie brauchen. Damit Sie noch viel Freude an und mit Ihrem tierischen Gefährten haben!!!

Nun naht bald wieder das Frühjahr und bald darauf ist unser Katzenhaus wieder voll mit Katzenwelpen, die keiner haben will.....
Aus diesem Grund widmen wir unsere erste Abhandlung dem Thema Katzenliebe und Kastration.

Katzenliebe und Kastration
Zunächst einmal sollte man als frischgebackener Katzenhalter wissen, ob man nun eine Katze oder einen Kater hat.
Nehmen Sie Ihren Stubentiger auf den Schoß und drehen Sie ihn spielerisch auf den Rücken. Unterhalb des Afters Richtung Bauch befindet sich eine Vertiefung.
Wenn Sie dort die Haut vorsichtig spreizen, sehen Sie entweder
einen länglichen Strich/ Schlitz = Katze oder
einen Punkt/ein rundes Löchlein = Kater.

Katerliebe
Wenn die "Männlichkeit" erwacht, werden Kater unruhig. Sie wollen partout ins Freie und lassen sich auf viele Kämpfe ein (sie werden ranzig). Unüberriechbar sind ihre Duftmarken, die sie an alle möglichen und unmöglichen Stellen, vor allem in der Wohnung, setzen. Allein deshalb ist es nahezu unmöglich, einen unkastrierten Kater im Hause zu halten. Außerdem ist es eine Qual für das Tier. Bald stinkt es überall bestialisch und Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert. Daher ist unbedingt anzuraten, Ihren Kater kastrieren zu lassen, sobald er beginnt, Urinmarken in die Wohnung zu setzen. Das kann bereits im Alter von 6 Monaten geschehen, bei Edelkatzen jedoch auch erst im Alter von bis zu 14 Monaten. Erst dieser kleine Eingriff macht Ihren Kater zu einem wirklichen Haustier - er kann sich enger an den Menschen binden.

Katzenliebe
Ehe Sie es ahnen, wird auch Ihre Katze fortpflanzungsfähig, nämlich ebenfalls mit etwa 6-7 Monaten. Sie schmust dann mehr als sonst, liebt besonders das Kraulen in der Kreuzgegend, wobei sie ihren Schwanz steil nach oben oder seitwärts stellt. Gurrende Laute kommen aus ihrer Kehle, die sich bis zu lauten Schreien steigern können - wie durch Mark und Bein gehendes Babygeschrei!
Ein charakteristisches Merkmal ist auch das Herumrollen auf dem Boden, daher kommt der Begriff für die Katzenhitze: Rolligkeit.

Sie haben nun ein Tier in Ihrem Haushalt, das nach den Gesetzen der Natur nicht allein bleiben und Ihnen jedes Jahr mindestens einen Wurf kleiner Kätzchen in die Welt setzen wird. Auch wenn Sie Ihre Katze als reines Wohnungstier außer Reichweite eines potenten Katers halten, müssen Sie mit den Folgeerscheinungen einer sexuell aktiven Katze leben. Eine von starken natürlichen Trieben gebeutelte Katze einzusperren und sich selbst zu überlassen, ist mehr als grausam! Da Katzen keinen berechenbaren sexuellen Zyklus haben, muß permanent äußerste Konsequenz eingehalten werden, wenn Sie Nachwuchs vermeiden wollen.
 

© by tierschutz.net

weiter